Migration ist der Normalfall. Doch wie zeigt sich dies in einer Stadt wie Norden im Jahr 2019?

In der ersten Jahreshälfte sind sieben Jugendliche aus Norden dieser Frage nachgegangen. Gemeinsam haben sie sich mit deutscher Migrationsgeschichte beschäftigt und untersucht, welche Menschen hierzulande leben, woher sie gekommen sind und aus welchen Gründen sie hier sind. In einem weiteren Schritt haben die Jugendlichen beispielhaft einzelne Menschen besucht, deren Lebenswege zu unterschiedlichen Zeiten und aus verschiedenen Gründen in den Altkreis Norden geführt haben. In deren Zuhause – „in Huus“ – sind sie miteinander ins Gespräch gekommen. Erinnerungen an Migration und Ankunft wurden dabei ebenso lebendig wie persönliche Sichtweisen: Ankommende werden von den Einheimischen als Fremde wahrgenommen, positiv wie negativ. Und: Ankommende nehmen diese Wahrnehmung durch die Einheimischen wahr, positiv wie negativ.

Entstanden sind daraus elf Porträts in Bild und Wort, die die Begegnungen im privaten Raum – „in Huus“, in einem neuen Zuhause – zu einem Spiegel werden lassen, der den eigenen Blickwinkel auf die jeweiligen Menschen und ihre Beweggründe zu erweitern vermag.

Das Ausstellungsprojekt wurde im Rahmen der Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld in Zusammenarbeit mit dem Projekt Deichpaten der Frewilligenagentur im Landkreis Aurich und und dem Medienzentrum Norden verwirklicht. Die Ausstellung “In Huus” ist als Wanderausstellung konzipiert und enthält zwölf Aussteller à 2 x 1 m. Eine Begleitbroschüre ist Teil der Ausstellung. Auf Anfrage ist die Ausstellung kostenfrei zu entleihen. Laufzeiten:

17. Juni bis 11. August 2019: Ludgeri-Kirche Norden
12. August bis 29. August 2019: KVHS Norden
1. September bis 30. September 2019: Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld
1. Oktober bis 15. November 2019: Medienzentrum Norden
20. November bis 20. Dezember 2019: Europahaus Aurich
1. Februar bis 28. Februar 2020: KVHS Aurich

Die Ausstellung wurde gefördert durch: