Vortrag mit Lennart Bohne (Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld)
Mittwoch, 15. April 2026, 19.00 Uhr
Unter den rund 12 bis 14 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten – insbesondere aus Pommern, Schlesien und Ostpreußen – waren es vielfach Frauen, die den Verlust der Heimat bewältigen mussten und zugleich die Verantwortung für das Überleben ihrer Familien trugen. In einer Zeit, in der viele Männer noch nicht aus dem Krieg zurückgekehrt waren oder gefallen waren, übernahmen sie zentrale Rollen: Sie suchten Arbeit, organisierten den Alltag unter schwierigen Bedingungen, knüpften neue soziale Netzwerke und engagierten sich in Kirchen, Vereinen und politischen Strukturen.
Die Veranstaltung nimmt diese oft wenig beachtete Perspektive in den Blick. Anhand ausgewählter Biografien sowie eindrucksvoller Zeitzeuginnenberichte werden individuelle Erfahrungen von Flucht, Vertreibung und dem schwierigen Neuanfang nach 1945 nachvollziehbar gemacht. Dabei wird deutlich, welche Herausforderungen, aber auch welche Handlungsspielräume sich für Frauen in dieser Umbruchszeit eröffneten.
Die Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld und die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Aurich laden im Rahmen der Norder Literaturtage und des Lebendigen Frauenkalenders 2026 dazu ein, sich mit dieser wichtigen Facette der Nachkriegsgeschichte auseinanderzusetzen und über die Rolle von Frauen in Zeiten von Flucht und Migration ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstaltung wird gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie. Der Eintritt ist frei.
Anmeldungen an fjelden@landkreis-aurich.de
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(Bild: Erntehelferinnen aus dem Flüchtlings- und Vertriebenenlager Tidofeld, 1948)


