Die Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld widmet als erste Institution in Deutschland dem Thema Flucht und Vertreibung der Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten eine eigene Daueraustellung. Dabei liegt der Fokus der Betrachtung auf der Integration der Heimatvertriebenen in die bundesdeutsche Gesellschaft.

Die Dokumentation erfolgt dabei dem Modell dreier konzentrischer Kreise:

  • Tidofeld als historischer Ort markiert den konkreten Ausgangspunkt und bildet damit den inneren Zirkel.
  • Die Dokumentation der Integrationsgeschichte in der Region Ostfriesland stellt den zweiten Kreis dar.
  • Den äußeren Ring bildet die Darstellung mit Blick auf Nordwestdeutschland bis hinunter zum Ruhrgebiet.

Ausdrücklich ist das Konzept der Dokumentationsstätte für die Darstellung weiterer Formen von Migration und Zwangsmigration geöffnet. Nicht nur die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zeigt, dass Migrationsbewegungen in einer globalisierten Welt der Normalfall sind. In diesem Sinne widmet sich die Dokumentationsstätte u.a. auch Schicksalgeschichten von Gastarbeitern, Aussiedlern, Spätaussiedlern und Russlanddeutschen, vietnamesischen Boatpeople oder aktuell Geflüchteten aus Ländern wie Syrien oder Eritrea. 

Zentrales Moment der Dokumentation stellen in diesem Zusammenhang lebensgeschichtliche Interviews dar, um die narrative Form der Erinnerung an Flucht, Aufnahme und Integration abbilden zu können.

Lesen Sie hier das gesamte Konzept für die Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld vom Leiter des wissenschaftlichen Beirats, Prof. Dr. Bernhard Parisius.